Leitgedanken

  • Klare Idee
    Ein Gebäude ist die Manifestation einer Idee.
    Die Idee spricht aus sich selbst - so einfach und rein wie möglich.
  • Sinn
    Architektur wird mit allen Sinnen wahrgenommen. Nicht nur mit den Augen, wir hören, tasten und riechen ein Gebäude.
    Der Sinn eines Gebäudes ist es die sozialen, formalen und funktionalen Bedürfnisse der Benutzer zu erfüllen.
  • Schön
    Unter Schönheit versteht Kant "interesseloses Wohlgefallen".
    Auch Schönheit kann nachhaltig sein, fernab von immer schneller wechselnden Moden.
  • Zeichenhaft
    Wir fühlen uns von Gebäuden angesprochen und müssen deshalb auch meistens antworten.
    Architektonische Zeichen können Identität, Einladung, Vertrauen schaffen.
  • Angemessen
    Ich versuche Gebäude zu planen, bei denen Ökonomie nicht nur bedeutet, dass von allem das billigste verwendet wird.
    Vielmehr soll eine sinnvolle und sparsame Nutzung von Raum, Energie und Ressourcen erfolgen.
  • Sorgfalt im Einsatz der Mittel
    Oft erreichen kleine Eingriffe große Wirkungen.
  • Innen und Außen
    Ein Haus ist von außen gesehen der individuelle und zeichenhafte Ausdruck des Bewohners,
    von innen gesehen ist es ein Gehäuse, der Ort des privaten Zurückziehens.
  • Das Ganze
    Ein wirklich gutes Gebäude muß immer eine harmonische und ausgeglichene Lösung sein,
    die viele verschiedene Anforderungen vereinigen kann:
    1. Den Ort (
    Himmelsrichtungen, Aussicht, Hangneigung, Klima, Umgebung, Grünbezug...)
    2. Die
    Form (Gestalt, Identifikation, Ausdruck, Individualität, Ordnung, Wohnkultur...)
    3. Die
    Funktion (Raumprogramm, Belichtung, Belüftung, Raumklima...)
    4. Die
    Konstruktion (Bauweise, Technologie, Materialeinsatz, Arbeitsaufwand, Bauzeit...)
    5. Die
    Wirtschaftlichkeit (Kosten – Leistbarkeit, Lebensdauer, Pflege, Energieverbrauch...)
    6. Die
    Ökologie (Energieeinsatz, Lebensdauer, Wiederverwertbarkeit, Nachhaltigkeit, Energiewende...)
  • Alles
    Nur wenn alle diese Faktoren in Einklang gebracht werden, entsteht Qualität.
    Man hüte sich vor einseitigen Betrachtungen und Heilslehren.
    Gerade aus schwierigen Grundvoraussetzungen entstehen besondere Ergebnisse.